Fernsehtipp Thema Infraschall, ZDF 04.11.18 – 16.30 – 17.00 Uhr

ZDF, 04.11.2018, 16:30 – 17:00

Infraschall – Unerhörter Lärm

Infraschall ist Schall mit Frequenzen unter 20 Hertz. Er entsteht in der Natur, aber auch durch technische Einrichtungen. Infraschall überwindet viele Kilometer, durchdringt Mauern.

In den vergangenen Jahren haben sich Ärzte und Wissenschaftler vermehrt mit Infraschall technischen Ursprungs – zum Beispiel aus Windenergieanlagen – befasst. Denn mit der Energiewende und dem Ausbau der Windkraft nimmt die Belastung aus diesen Quellen zu.

Menschen, die in der Nähe von Windenergieanlagen leben, klagen häufig über Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Nicht selten als verrückt abgetan, bleibt ihnen meist nichts anderes, als die Gegend zu verlassen. Aus der Medizin und Wissenschaft mehren sich jedoch die Hinweise, dass nicht nur Tiere, sondern auch Menschen in der Lage sind, Infraschall unterhalb der Hörgrenze wahrzunehmen. Es konnte gezeigt werden, dass bestimmte Regionen des Gehirns unter dem Einfluss von Infraschall aktiviert werden, darunter Regionen, die an der Verarbeitung von Stress und Emotionen beteiligt sind. Aktuell untersuchen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Eppendorf, wie Infraschall den Schlaf beeinflusst.

Ein Team aus Wissenschaftlern und Ärzten der Universitätsklinik Mainz geht der Frage nach, welchen Effekt Infraschall auf die Leistung des Herzmuskels hat. Die bisherigen Experimente des Mainzer Teams weisen klar darauf hin, dass Infraschall die Leistung des Herzmuskels reduziert. Weltweit durchgeführte Versuche des Militärs, Infraschall als nicht-letale Waffe einzusetzen, sind ein weiteres Indiz dafür, dass dieser tieffrequente Lärm einen negativen Effekt auf Menschen hat.

Das Robert-Koch-Institut hat bereits 2007 auf die mögliche Gefahr durch Infraschall hingewiesen. Ebenso bilanziert die „Machbarkeitsstudie“ von 2014 des Umweltbundesamtes, „dass negative Auswirkungen von Infraschall im Frequenzbereich unter zehn Hertz auch bei Schalldruckpegeln unterhalb der Hörschwelle nicht ausgeschlossen sind“.

Dennoch gibt es bis heute für den Frequenzbereich unter 20 Hertz keine Mess-Norm, die die Schallbelastung durch Windenergieanlagen ungeschminkt darstellen würde. Im Gegenteil: Behördlicherseits wird eine Mess-Norm angewandt, die die Infraschall-Emissionen von Windenergieanlagen zum Teil wegfiltert und durch Mittelungen sogenannte „tonale Spitzen“ weitgehend wegglättet.

Wie die Emissionen von Windenergieanlagen im Infraschallbereich wirklich aussehen und wie weit sie reichen, zeigte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereits im Jahr 2004. Der BGR obliegt von deutscher Seite aus die Aufgabe, die Einhaltung des umfassenden Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) zu kontrollieren. Zu diesem Zweck betreibt die Bundesanstalt mehrere Messstationen, von denen zwei Stationen Infraschall registrieren. Um eine Störung der Messung zu vermeiden, ermittelte die BGR den Abstand, den die Messinstrumente von Windenergieanlagen haben müssen, und folgerte: „In der Regel sollte ein Abstand von etwa 20 Kilometern zwischen Station und Windpark eingehalten werden, um eine ungestörte Registrierung und Detektion transienter akustischer Signale zu gewährleisten.“ Ein Abstand, von dem die Anrainer von Windparks nur träumen dürften.

„planet e.“ begleitet Wissenschaftler, Ärzte, Ingenieure und Betroffene und konfrontiert Skeptiker mit dem Thema „Infraschall“.

Originaltext Link

Weltgesundheitsorganisation empfiehlt erstmals Richtwerte für Windenergieanlagen

Lärm von Windturbinen kann krank machen

So titelt am 10.10.18 Spiegel Online zu der neuesten Veröffentlichung der WHO.

Windenergieanlagen machen Lärm, und der sollte nach einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich 45 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. „Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden“, heißt es in dem Bericht. Für die nächtliche Höchstbelastung spricht die WHO keine Empfehlung aus. Dafür gebe es noch nicht genügend aussagefähige Studien.

Für genehmigungspflichtige Anlagen in allgemeinen Wohngebieten gilt laut deutschem Umweltbundesamt bei der Lärmbelastung zurzeit ein Immissionsrichtwert von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts. An diese Vorschrift müssen sich auch Windparks halten. Zum Vergleich: Flüstern hat etwa 30 Dezibel, leise Radiomusik 50, ein Haartrockner 70 und eine Kreissäge 100 Dezibel.

 

 

Hier der Link zu den Noise-Guidelines in deutscher Sprache

Termin nächstes Treffen

Wir treffen uns am Dienstag, den 16.10.2018 um 19.00 Uhr in der Freizeit- und Bildungsstätte Serkenrode. (Beim Kindergarten.)

Thema ist u.a. die Unterschriftensammlung.

Hierzu laden wir ausdrücklich auch interessierte Bewohner des Frettertals ein, die bisher noch nicht in unserer Gegenwind Frettertal Whatsapp Gruppe sind.

 

Weitere Banner der IG Gegenwind Frettertal aufgestellt

Dieser Hinweis, mit dem wir auf die Gefahren für unsere Gesundheit (Infraschall, Lärmbelästigung, Lichtbelästigung in der Nacht, …) aufmerksam machen wollen, steht am Ortseingang Serkenrode von Schliprüthen kommend. Etwa gegenüber vom Friedhof.

In Fretter wird am Ortseingang von Ostentrop kommend auf die 240 m hohen Windräder hingewiesen.

Moratorium in Ratsitzung vom 18.09.18 aufgehoben

Bei 31 Ratsmitgliedern wurde mit 19 Ja, 11 Nein, und 1 Enthaltung namentlich abgestimmt.

Somit werden die Planungen seitens der Gemeinde für die Windkraftgebiete ab sofort wieder aufgenommen.

Darüber können wir natürlich nicht glücklich sein, aber wir werfen auch nicht die Flinte ins Korn.  Die Aussage vom Bürgermeister, Zitat aus dem Bericht der Westfalenpost vom 19.09.18

„Diese Anlagen werden kommen, da kommen wir nicht dran vorbei“

sind eher eine Aufforderung, genau das zu verhindern, als enttäuscht einzuknicken.

Die relativ grosse Anzahl der NEIN Stimmen lässt darauf hoffen, dass es nachhaltig weiterhin kritische Stimmen im Rat gibt, die tatsächlich die Interessen ihrer Bürger vertreten werden:

Ratsmitglieder, die sich vorstellen können, was für gewaltige Veränderungen mit Land und Leuten in der Gemeinde, insbesondere im Frettertal, passieren sollen. Nämlich, dass aus einer idyllischen, friedlichen, erholsamen sauerländischen Landschaft  ohne jeglichen Sinn !!!!! ein Industriegebiet werden soll.  Nichts anderes, wird es sein.

Ratsmitglieder, die mit ihren Bürgern nach Möglichkeiten suchen, wie die geltende Gesetzgebung eine Verhinderung dieser Umzingelung ermöglichen kann, anstatt Gesetze zu nutzen, um aus den aktuell 12 Bauvoranfragen am Kreis Olpe  Baugenehmigungen zu machen. Denn das wäre bürgerfreundlich und so ein Verhalten erwarten die Bürger.

Wir machen weiter.

Danke an alle Besucher der Ratsitzung. Wir wissen, dass es noch viel mehr sind, die hinter der IG Gegenwind Frettertal stehen. Und wir denken, dass wir noch viel mehr werden.

 

 

Artikel Lokalplus:

Mit 19:11 Stimmen
Finnentroper Rat beschließt Wiederaufnahme von Windkraft-Planungen

Von Sven Prillwitz, Redaktion

Finnentrop. Die im Februar beschlossene vorübergehende Einstellung der Windkraft-Planungen ist wieder aufgehoben: Mit 19 Ja-Stimmen hat sich der Rat der Gemeinde Finnentrop am Dienstagabend, 18. September, für die Wiederaufnahme der Bauleitplanverfahren zur Ausweisung von Vorrangzonen für Windräder ausgesprochen. Elf Gemeindeverordnete stimmten nach langer und teilweise hitzig geführter Diskussion dagegen.

Hintergrund: Im Mai hatte die NRW-Landesregierung aus CDU und FDP eine überarbeitete Fassung des Windenergieerlasses vorgelegt. Darin ist der festgeschriebene Abstand von 1500 Metern zur Wohnbebauung noch nicht festgeschrieben. Außerdem ist der Bau von Windenergieanlagen im Wald darin auch nicht grundsätzlich verboten. Das ist aber nur die Landesebene. Letztendlich müsse eine Entscheidung aber auf Bundesebene getroffen werden, sagte der CDU-Gemeindeverordnete Achim Henkel. Und hier sei nicht vor Oktober damit zu rechnen, dass sich der Bundesrat mit dem Thema Windkraft auseinandersetze. Entscheiden müsse danach noch der Bundestag.

„Damit ändert sich am Bauplanungsrecht nichts“, erklärte CDU-Fraktionschef Ralf Helmig. Mittlerweile seien aber beim Kreis Olpe als Genehmigungsbehörde zwölf neue Bauvoranträge zur Errichtung von Windrädern auf Gebiet der Gemeinde Finnentrop gestellt worden. Deswegen müsse die Kommune das Bauleitplanverfahren wieder aufnehmen. Helmig: „Wir müssen das Heft wieder in die Hand nehmen, wenn wir mitbestimmen wollen, wo künftig Windräder stehen.“ Andernfalls hätten die Errichter von Windkraftanlagen freie Hand, sollte der Kreis Olpe aus den Voranträgen Bauanträge machen.

„So viele Windräder wie nötig, aber so wenig wie möglich“

Die Abstandsregelung von Windenergieanlagen zu Wohngebieten lasse sich in der Gemeinde ohnehin nicht anwenden, weil sich hier allenfalls gemischte und keine reinen Wohngebiete befänden, sagte Martin Hageböck. Umso wichtiger sei es, aktiv zu planen. „Wollen wir das Gemeindegebiet weggeben, oder wollen wir mitbestimmen?“, fragte Hageböck rhetorisch.

Und Ralf Beckmann erklärte, dass die Entscheidung für die Wiederaufnahme der Planungen keine Entscheidung für oder gegen Windkraft sei. Vielmehr sei das die einzige Möglichkeit, um „so viel Windräder wie nötig, aber gleichzeitig so wenig wie möglich“ zu errichten, so Beckmann. Sollten sich Änderungen an der Gesetzeslage ergäben, würden diese in die Entscheidung über die Eignung von Vorrangzonen einfließen, betonten die Christdemokraten zudem.

Windkraft-Gegner applaudieren SPD und Freien Wählern

Entschieden gegen die Wiederaufnahme der Planungen sprachen sich hingegen die Fraktionen von SPD und Freien Wählern aus – jeweils mit Applaus der rund 70 Windkraftgegner, die an der Ratssitzung teilnahmen. Daniel Gerk (SPD) betonte etwa, dass „wir uns bei vielen Dingen noch im Spekulationsraum bewegen“. Daher sei es nicht erforderlich, dass „wir uns so beeilen“. Beispiele aus anderen Bundesländern wie Hessen oder Städten wie Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) zeigten, dass auch hier auf klare Regelungen gewartet werde.

Christian Vollmert (Freie Wähler) wies darauf hin, dass es sich sowohl beim Entwurf des Flächennutzungsplans der NRW-Landesregierung als auch beim Windenergieerlass um Entwürfe handle – und damit um „vorläufige“ Ergebnisse. Eine Entscheidung im Rat sei daher lediglich „vorauseilender Gehorsam gegenüber den Projektierern“. Und dann teilte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler noch gegen die CDU und Bürgermeister Dietmar Heß aus. Es habe ein „Geschmäckle“, dass beide Seiten in Sachen Windenergie „so Dampf machen“ und inzwischen zwölf neue Bauvoranträge vorlägen, so Vollmert.

Bürgermeister Heß kontert Vollmert-Attacke

Ein Vorwurf, der den Bürgermeister auf die Palme brachte. „Ein solcher Vorwurf kann nur einem Gehirn entspringen, das selbst unlautere Machenschaften ausbrütet“, sagte Heß. Die Verwaltung sei immer transparent mit dem Thema Windkraft umgegangen und habe – anders als von Vollmert behauptet – schon nach dem ersten Kontakt mit Projektierern deren Pläne vorgestellt. Heß erinnert an Bürgerversammlungen, bei denen er Präsentationsfolien vorgelegt habe, auf denen die Höhe von Windrädern der des Kölner Doms gegenübergestellt gewesen sei.

Dann verteidigte Heß die Wiederaufnahme der Windkraft-Planungen: „Die Errichtung von Windrädern an sich ist nicht vermeidbar. Aber auch wir wollen das begrenzen. Also braucht es ein Bauleitplanverfahren, wenn wir bei Standorten und der Höhe von Windrädern mitreden wollen“, sagte der Bürgermeister. Dazu sei die Gemeinde rechtlich verpflichtet – und auch im Sinne der Bürger. Ansonsten drohe die Gefahr, dass „wir die Karre an die Wand fahren“.

Heß: „Wir sind die armen Schweine“

Ganz am Ende, als einige Windkraftgegner die Bürgerfragestunde nutzten, wurde der Bürgermeister dann noch besonders deutlich. Alle Diskussionen über Sinn und Unsinn von Windrädern seien letztendlich hinfällig, weil Entscheidungen über die geltenden Regeln ohnehin auf Bundesebene getroffen würden. Kommunen hingegen müssten den geringen Spielraum nutzen: „Wir sind die armen Schweine, die der Hund beißt. Wir haben lediglich das zu steuern, was die Rechtsprechung beschließt.“ Wer etwas anderes behauptet, sei ein „Scharlatan“.

Vor dem Prozess Bürgerbeteiligung, die fester rechtlicher Bestandteil vor weiteren Beschlüssen über das Zustandekommen von Windkraft-Projekten ist, werde die Gemeinde Finnentrop außerdem bei Einwohnerversammlungen einzelne Vorhaben detailliert vorstellen, kündigte Heß an.

Direkter Link zum Artikel auf Lokalplus

 

 

Westfalenpost/Westfälische Rundschau, 19.09.18

 

 

240 m hohe Windräder! Willst DU das?

Mit dieser Frage begrüsst die IG Gegenwind Frettertal seit heute die Menschen, die nach Serkenrode von Fretter kommend herein fahren und appelliert damit an alle betroffenen Einwohner, mal kurz darüber nachzudenken, was da auf den Höhenzügen im Frettertal gebaut werden soll.

Foto: Esther Bönninghoff
  • 240 m Höhe – das ist 83 Meter höher als der Kölner Dom (157 m).
  • 240 m Höhe – das sind nur 19 m weniger als der höchste Wolkenkratzer in Deutschland (Der höchste Wolkenkratzer Deutschlands ist mit 259 Metern der Commerzbank Tower in Frankfurt am Main mit 56 Etagen).
  • 240 m Höhe – das ist 36,22 m höher als die Aussichtsplattform am Berliner Fernsehturm (203,78 m). Das Restaurant im Fernsehturm ist auf 207,53 m.
  • 240 m Höhe – etwa 3 mal so hoch wie die Anlagen in Schöndelt. Gut zu sehen auf dieser Fotomontage
Foto: Reni Hahn
Fotomontage: Matthias Bertels

Willst DU das

auf den Höhenzügen im Frettertal??

Genauer gesagt, vom Standort Serkenrode aus:

4x in Blickrichtung Schöndelt
plus  7x in Blickrichtung Weuspert/Schliprüthen
plus  5x am Oberbecken Rönkhausen
plus  die noch unbekannte Anzahl zwischen Ostentrop und Fretter.

Willst DU das ?

 

Hier noch einmal der Link zu den Visualisierungen der Firma Stawag.
Die Rechte des Dokuments liegen bei der Firma Stawag Aachen.

 

 

Stellungnahme der IG Gegenwind Frettertal

Am 17.09.18 haben wir folgende Stellungnahme per Email an die Ratsmitglieder der Gemeinde Finnentrop verschickt:

Sehr geehrte Ratsmitglieder,

auf Anfrage der CDU erhalten Sie von uns folgende Stellungnahme:

Aufgrund der aktuellen politischen Diskussionen auf Bundesebene (100-Tage-Gesetz) wie auch auf Landes- und Kreisebene halten wir weiterhin an dem Moratorium fest.

Da zudem die Möglichkeit besteht, dass die Baugenehmigungsbehörde gemäß § 15 BauGB, Absatz 1 und 3 (Zurückstellung von Baugesuchen) auf Antrag der Gemeinde die Entscheidung über die Zulässigkeit von Vorhaben bis zu 12 Monaten und mit Verlängerung sogar noch um weitere 12 Monate aussetzen kann, sehen wir derzeit keinen Änderungsbedarf.

Pressemitteilungen von anderen Gemeinden (u. a. Schmallenberg legt Windkraft auf unbestimmte Zeit auf Eis) und anderen Bundesländern (Osthessische Union: „Weiterhin sollen künftig die Mindestabstände von Windkraftanlagen zu Wohngebieten deutlich größer werden.“ – 10fache Höhe) bestärken uns in unserer Position.

Auch hinsichtlich des Erstellens von Umweltgutachten gibt es aus anderen Städten/Gemeinden andere Vorgehensweisen, siehe Entscheidung der Stadt Olsberg: „Um eine gesicherte Grundlage für Entscheidungen über eine mögliche Windkraft-Nutzung im Olsberger Stadtgebiet zu haben, soll ein aktuelles Artenschutzgutachten erstellt werden. Das haben jetzt die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen in ihrer jüngsten Sitzung entschieden.“

Mit freundlichen Grüßen

IG Gegenwind Frettertal
www.gegenwind.frettertal.com

Fotomontage: Blick der Fretteraner

Diesmal Ortseingang Fretter aus Richtung Ostentrop kommend.

Der Größenvergleich zu den bestehenden Anlagen in Schöndelt ist gut zu erkennen. Diesen Blick erwartet die Fretteraner, wenn die Anlagen gebaut werden. Links hinter dem Baum ist auch noch eine Anlage.

Und wenn man sich etwas dreht, Blickrichtung Bausenrode / Delf / Weuspert – werden nach den aktuellen Angaben weitere 7 Anlagen zu sehen sein.

Foto: Reni Hahn
Fotomontage: Matthias Bertels

Pressemitteilung der IG Gegenwind Frettertal

„Eine solche Verhaltensweise ist alles andere als bürgernah.“

Finnentrop: CDU-Fraktion und Bürgermeister Heß lehnen Antrag der IG Gegenwind Frettertal ab, ohne den Sachverhalt zu kennen

Auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Finnentrop am 04.09.18 wurde u.a. über den Bürgerantrag der IG Gegenwind Frettertal entschieden. Grundlage ist das Umwelt-und Artenschutzgutachten, das im Auftrag von Windenergiebetreiber STAWAG für die Region erstellt worden ist. Dies hält die IG Gegenwind Frettertal für sachlich unzureichend und stellte den Bürgerantrag, die Gemeinde möge ein weiteres, neutrales Gutachten in Auftrag geben; bei der Auswahl des unabhängigen und neutralen Sachverständigenbüros sollten sich Gemeindeverwaltung und Antragsteller gemeinsam einigen. Denn dies scheint nach Überzeugung der IG die einzige Möglichkeit zu sein, eine befriedigende Lösung für alle Beteiligten zu finden. Es schafft die Grundlage für Akzeptanz und ein Stück weit Sicherheit für die Parteien.

Mit der Mehrheit der CDU-Fraktion mit 9 Stimmen wurde der Antrag jedoch abgelehnt, alle anderen Fraktionen (4 Stimmen) befürworteten ihn.
Unmittelbar nach der Abstimmung stellte sich heraus, dass die CDU-Fraktion inklusive Bürgermeister Dietmar Heß das Gutachten der STAWAG inhaltlich überhaupt nicht kennt. Sowohl der Bürgermeister als auch Ralf Helmig, Fraktionsvorsitzender der CDU, gaben das in der Sitzung selbst zu.
„Das bedeutet, dass über einen Bürgerantrag abgestimmt wurde, ohne dass sich die CDU-Fraktion überhaupt mit der Grundlage des Antrags befasst hat. Eine solche Verhaltensweise ist alles andere als bürgernah“, kommentierten Mitglieder der IG Gegenwind Frettertal.
Alle anderen Fraktionen haben das Gutachten im Internet nachgelesen und haben sich offensichtlich auch mit dem ins Zwielicht geratenen Sachverständigenbüro, das dieses Gutachten erstellt hat, auseinander gesetzt.

Hintergrund: Im Frettertal, einem Vogelzuggebiet und einer Region, in der viele Tier- und Pflanzenarten heimisch sind, deren Aussterben überall beklagt wird, soll ein lebensraumzerstörender Windpark mit aktuell elf Windenergieanlagen gebaut werden. Die geplante Höhe dieser Anlagen beträgt 240 Meter und sie gehören damit zu den höchsten derzeit Onshore gebauten Industrieanlagen dieser Art.

IG Gegenwind Frettertal

 

 

Nachsatz: wer wissen möchte, welche Personen hinter der IG Gegenwind Frettertal stehen, kann die Informationen dazu auf dieser Website, und das schon seit Bestehen der Website,  unter „Kontakt“ finden.     😉

Haupt- und Finanzausschuss lehnt unseren Bürgerantrag ab

Mit 9:4 Stimmen wurde unser Bürgerantrag in der Sitzung am 04.09.18 abgelehnt.

Weiter Infos folgen.

 

Westfalenpost/Westfälische Rundschau

 

 

 

 

LOKALPLUS

Von Barbara Sander-Graetz, Redaktion

Finnentrop. Ein Umwelt-und Artenschutzgutachten, erstellt von einem unabhängigen Sachverständigenbüro. Das hatte die IG Gegenwind Frettertal für die Windkraft-Suchräume 3 und 6b bei Serkenrode bzw. Schöndelt gefordert. Den Bürgerantrag hat der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Finnentrop am Dienstagabend, 4. September, mit der Mehrheit der CDU-Stimmen abgelehnt. Daraufhin kündigte die SPD an, den Antrag in den Rat bringen zu wollen.
Wie erwartet, war der Antrag der IG Gegenwind zuvor kontrovers diskutiert worden. Während Jens Nagel (SPD) und Christian Vollmert (Fraktion FÜR Finnentrop) den Antrag auf einen unabhängigen Gutachter unterstützten, betonte Günter Linn von der UWG, zumindest „Bauchschmerzen zu haben bei der Auswahl eines Sachverständigen. Das sollte eigentlich Aufgabe der Gemeinde sein,“ so Linn, der aber letztendlich auch zustimmte.

Ralf Helmig (CDU) hingegen wiedersprach dem Antrag. Die Gemeinde habe 2014 eine Einschätzung für alle Suchräume in Auftrag gegeben, und dazu gehöre auch ein Artenschutzgutachten. Dieses Gutachten sei online einsehbar und müsse ohnehin durch den Kreis Olpe, der letztendlich die Baugenehmigung erteile, geprüft werden.
Heß: Kreis für Baugenehmigung zuständig
Bürgermeister Dietmar Heß verwies auf die finanziellen Dimensionen und Konsequenzen, die eine Mehrheit für den Bürgerantrag bedeuten würden: In diesem Fall müssten auch Gutachten für alle anderen Suchräume, die für das Aufstellen von Windrädern infrage kommen, in Auftrag gegeben werden. „Da sind wir schnell im sechsstelligen Bereich“, warnte Heß.

Außerdem werde kein Projektierer ein Gutachten erstellen, „was gleich bei der ersten Prüfung wie Papier umfällt“, so der Bürgermeister weiter. Es sei nicht Aufgabe der Gemeinde, die Gutachten zu prüfen, „und wir werden das auch nicht tun. Wir werden die Bauantragsunterlagen durchreichen an den Kreis, der dann die Genehmigung erteilt oder nicht.“
Gerk (SPD) kontert Heß
Heß betonte erneut seinen Unmut über die zurzeit ruhenden Windkraft-Planungen in der Gemeinde. Im Februar hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, die weiteren Planungen zunächst für zwölf Monate auszusetzen und auf eine klare rechtliche Regelung zu warten (LokalPlus berichtete). Das sei nach wie vor äußerst ungünstig, sagte Heß. Die Gemeinde habe vier Bauvoranfragen für das Oberbecken vorliegen. Und die Kommune werde Probleme bekommen, wenn sie in Sachen Windkraft einfach abwarte.

Das wiederum relativierte Daniel Gerk. Aus dem Kreistag brachte der Sozialdemokrat die Nachricht mit, dass der Kreis Olpe so lange nichts genehmigen werden, bis die Gemeinde wieder die Planungen aufnimmt. Gerk begründete seine Unterstützung für den Bürgerantrag und das Einholen eines unabhängigen Gutachtens auch damit, dass die beiden vorliegenden Expertisen sich widersprächen. Eines habe die Ampelfarbe Rot, eines sei Grün. Ein Widerspruch also. „Daher kann ich es nicht verantworten, auf dieser Basis eine Entscheidung zu treffen“, so Gerk.

Eines dieser Gutachten lag der Gemeinde nicht vor, sei aber angefordert worden. Dennoch betonte Bürgermeister Heß: „Das Gutachten ist nicht für uns. „Es ist für den Projektierer Teil seines Bauantrages, den wir nicht erteilen, sondern der Kreis Olpe, der es dann auch prüfen muss.“

Link zu Lokalplus

Haupt- und Finanzauschuss berät über unseren Bürgerantrag

In der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzauschuss wird am 04.09.18 um 17.00 Uhr im Rathaus Finnentrop unter Tagesordnungspunkt 6 über unseren Bürgerantrag über die Erstellung eines Umwelt- und Artenschutzgutachten beraten.

Warum wir diesen Antrag gestellt haben? Zum einen fanden wir es mehr als fragwürdig, dass die Windkraftfirmen ein Gutachten erstellt haben, dass den ggf. weiteren Planungen zugrunde gelegt werden soll. Die Neutralität zweifeln wir an. Insbesondere auch, weil dort falsche oder überholte Angaben zum Vorkommen von Schwarzstorch und Rotmilan gemacht worden. Diese Tiere sind nachweislich hier ansässig, wie wir in zahlreichen Bild- und Filmdateien mit Hilfe vieler persönlich bekannter Beobachter belegen können.

Zusätzlich hat das vorhandene Gutachten, dass für die Gemeinde Finnentrop erstellt wurde, ein bischen einen Beigeschmack bekommen, da es von der Firma ECODA erstellt wurde, bei denen ein Mitarbeiter erst vor kurzem als „Baum-Klopfer“ in den Medien zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist.

Hier der Link zu unserem Antrag in ganzer Länge

Hier der Link zum Sitzungsdienst der Gemeinde Finnentrop zum 04.09.18

 

Hier berichtet LokalPlus

Hier der Bericht in der WP/WR

Nächste Ratsitzung am 18.09.18

Am Dienstag, 18.09.18 um 17.00 Uhr findet gemäß Sitzungskalender der Gemeinde Finnentrop die nächste Ratsitzung statt.

Bereits am Donnerstag, 06.09.18 um 17.00 Uhr berät sich der Umwelt- Bau- und Planungsausschuss.

Beide Termine sollten schon heute im Kalender vorgemerkt werden.

Welche Themen auf der Tagesordnung stehen ist derzeit noch nicht öffentlich.

Banner gegen Windkraft in Weuspert / Faulebutter – Lokalplus

Link zum Originaltext mit Fotos auf Lokalplus

 

Von Barbara Sander-Graetz, Redaktion

Weuspert/Faulebutter. Wie sieht es in Faulebutter aus, wenn die bis zu 240 Meter großen Windkraftanlagen gebaut werden? Mit einem Banner hat die Dorfgemeinschaft Weuspert/Faulebutter das Szenario dargestellt und zeigt damit: Wir sind geschlossen gegen Windkraft in diesem Bereich.
„Wir wollen die Zerstörung der Landschaft verhindern“, bringt es Josef Vetter aus Weuspert auf den Punkt. „Hinzu kommen der Artenschutz und die Ineffizienz der Windenergie, die sich nicht speichern lässt.“ Auf dem Banner sind zwar einige Windanlagen mehr zu sehen als geplant, „aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir geschlossen gegen die Ansiedlung der Windkraftanlagen in diesem Bereich sind, egal ob eine, sechs oder zehn Anlagen.“

Die Bewohner aus Weuspert und Faulebutter arbeiten mit der Bürgerinitiative „Gegenwind Frettertal“ zusammen. „Doch hier im Dorf sind nahezu 100 Prozent gegen die Windkraft, und hier gibt es auch im Gegensatz zu Serkenrode keine Landbesitzer, die ihre Flächen gewinnbringend verpachten wollen.“ Er als Förster wisse von Waldbesitzern, die die Möglichkeit gehabt hätten, dieses aber abgelehnt haben. „Profit ist nicht alles.“

Daher habe sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, gemeinsam ein Banner zu erstellen, zu erwerben und aufzustellen. „So kann man visualisieren, wie unsere Landschaft mit den Windkraftanlagen aussehen würde.“ Solche Banner sind auch für Fretter und Serkenrode geplant, weiß Vetter.

Gleichzeitig hat es eine Unterschriftenliste gegeben mit zahlreichen Unterschriften der Betroffenen, die sich gegen die Windkraftanlagen aussprechen. Besonders betroffen ist Josef Rademacher vom gleichnamigen Landgasthof in Faulebutter. „Zu ihm kommen gerade die Gäste, um die schöne Aussicht zu genießen“, weiß Vetter. „Wer will da schon auf 240 Meter große Windkraftanlagen schauen? Wobei die Gäste die Aussicht ja nur kurz ertragen müssten. Wir als Betroffene hätten die sechs geplanten Anlagen 365 Tage im Jahr mit all ihren Folgen und Auswirkungen zu ertragen. Wir hoffen, dass die Politik noch zur Vernunft kommt und das Drama verhindert.“

Am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr findet in Weuspert eine Eucharistiefeier im Freien unter dem Motto „Bewahrung der Schöpfung“ statt. Es geht dabei um die Natur und den Umweltschutz. „In einer Gesellschaft, die auf materiellen Gewinn ausgerichtet ist, gehen die Beziehung zur Natur und zum Schöpfer des Lebens verloren“, so die Initiatoren. „Vermeintlich gute Lösungen zur Energiegewinnung führen in neue Probleme.“

Ort: Weuspert zwischen Obersalwey und Schönholthausen gelegen. Von der Kapelle aus dem Fußweg in südliche Richtung bis zum Kreuz auf der Höhe folgen, dann links abbiegen und weitere 200 Meter bis zur Bergwiese gehen. Der offene Platz bietet eine schöne Aussicht auf Täler und Höhen bis hin zum Rothaargebirge.

Die Eucharistiefeier wird schlicht sein. Die Wiese hat keine schattenspendenden Bäume und es gibt weder Bänke oder andere Sitzgelegenheiten. Für Proviant und Getränke muss jeder selbst sorgen. Autos bitte nur jeweils auf einer Straßenseite (in Weuspert oder Faulebutter) parken.

Es laden herzlich ein: Pater Joachim Wrede, Kapuziner, Finnentrop-Schliprüthen, der Verein NAFINN e.V. und engagierte Bürger und Christen der Region.

Entscheidung bis zum Herbst vertagt

In der Ratsitzung vom 04.07.18 wurde mit nur 1 Gegenstimme und 2 Enthaltungen in einer namentlichen Abstimmung beschlossen, die Entscheidung über den Antrag der „Grundstückseigentümer“ bis zum Herbst zu vertagen.

Nochmal zur Erinnerung: Die „Grundstückseigentümer“ hatten eine Antrag gestellt, das Moratorium (Aussetzung der weiteren Planungen bis längstens Februar 2019) vorzeitig aufzuheben. Und hierüber wird nun im Herbst abgestimmt. (siehe auch „Fakten„)

Da der Herbst 2018 am 23.09. beginnt und bis 20.12. geht, wird wohl die erste Ratsitzung, die in diesen Zeitraum fällt  – vermutlich also im Oktober – die sein, in der ggf. erneut über den Antrag der „Grundstückseigentümer“ abgestimmt werden soll.

 

 

Nachfolgend der Bericht von heute in der Westfälischen Rundschau/Westfalenpost.

Link zum Original

Planungen für Windenergie-Anlagen bleiben ausgesetzt

Flemming Krause,  

Finnentrop.  Der Rat der Gemeinde Finnentrop hat am Mittwoch Abend beschlossen, dass die Wiederaufnahme der Planungen vertagt wird. Und zwar auf den Herbst.

Der eindringliche Appell verfehlte seine Wirkung: Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß warb Mittwoch Abend in der Ratssitzung vehement dafür, die Planungen für die Errichtung von Windenergieanlagen wieder aufzunehmen.

Doch auf Antrag von Ralf Helmig (CDU) entschied das kommunale Gremium bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme: Die Planungen bleiben vorerst ausgesetzt, über den Antrag wird vermutlich erst im Herbst entschieden.

Bekanntlich hatte der Rat bereits in seiner Februar-Sitzung beschlossen, das Planverfahren zur Ausweisung von Vorrang-Gebieten für Windenergie-Anlagen auszusetzen und die Entwicklung der Landes- und Bundespolitik abzuwarten. Denn aus dem Windenergie-Erlass ging seinerzeit etwa nicht heraus, ob der Bau von Windenergie-Anlagen 1500 Meter entfernt von Wohngebieten klar geregelt sei oder nicht.

Nun liegt seit einigen Tagen der novellierte Erlass vor. Und: „Wir können jetzt vom geltenden Recht ausgehen“, betonte Finnentrops Erster Mann und ergänzte: „Die Sachlage hat sich nun deutlich verändert. Wir haben unseren Partnern gegenüber die Verpflichtung, wieder in die Planungen einzusteigen. Sie dürfen nicht vergessen: Wir befinden uns momentan im luftleeren Raum und eben nicht in einem Verfahren, weil das vom Rat im Februar ausgesetzt wurde.“

Ratsmitglieder kontern Heß

Hinzu komme, so Heß, dass man als Gemeinde natürlich den Prozess aktiv steuern wolle. „Nur das können wir nicht, weil wir derzeit ein Planungsverbot haben. Und wir unterhalten uns hier doch nicht über Genehmigungsverfahren.“

Die Kritiker sahen das allerdings anders. Ihre Argumentation: Aus dem novellierten Erlass gehe eben nicht hervor, ob die Abstandsregelung nun wirklich klar geregelt sei. „Ich sehe keine Rechtsklarheit“, betonte etwa Günter Linn von der UWG. Und Daniel Gerk von der SPD ergänzte: „Es sind noch einige Unklarheiten vorhanden. Deshalb ist es nicht möglich, in die Planungen wieder einzusteigen.“ Und auch Christian Vollmert von den Freien Wählern vermisste die Klarheit bei der Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes. Fazit: Das Thema Windenergie bleibt weiter ungeklärt.

 

 

Und das schreibt LOKALPLUS  zu der Sitzung

Link zum Original

Nächste Runde erst im Herbst

Entscheidung über Windenergie erneut vertagt

Von Barbara Sander-Graetz
Redaktion

Finnentrop. Obwohl es das Thema „Windenergie“ erneut auf die Tagesordnung der Ratssitzung am Mittwoch, 4. Juli, geschafft hatte, kam es nicht zu einer Wiederaufnahme der Planungen. Der Rat beschloss nach einer namentlichen Abstimmung eine Vertagung auf den Herbst.

Grundstückseigentümer hatten einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zur Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergieanlagen in der Gemeinde Finnentrop gestellt. In der Sitzung im Februar war beschlossen worden, das Planverfahren auszusetzen, bis neue rechtliche Erkenntnisse  vorliegen würden.

Diese würden, so Heß, mit der Novelle des Windenergie-Erlasses aus dem Mai nun vorliegen. Dieser Ansicht folgten die Ratsmitglieder nicht. Der neue Windenergie-Erlass enthält keinen festgeschriebenen 1500 Meter Abstand zur Wohnbebauung. Der Abstand von 1500 Metern wird nur als Regelbeispiel in den Windenergie-Erlass eingeführt. Die Landesregierung möchte aber einen Mindestabstand auf Ebene der Landesplanung festgelegen. Aus diesem Grund findet sich eine Regelung zum Abstand von 1500 Metern als Grundsatz im aktuellen Entwurf des Landesentwicklungsplans, der aber noch nicht in Kraft getreten ist.

Namentliche Abstimmung für Aussetzung

Schließlich wurde bei namentlicher Abstimmung mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen, die Planungen bis Herbst auszusetzen. Bürgermeister Dietmar Heß gab anschließend eine persönliche Erklärung ab, da er „den Eindruck habe, dass Bürger denken, der Bürgermeister steht nicht hinter ihnen.“ Er stehe auch der Verwaltung vor, die dafür verantwortlich sei, dass Recht und Gesetz beachtet würden.

Durch die Novelle des Windenergie-Erlasses habe sich nach seiner Ansicht die Rechts- und Sachlage deutlich verändert. Man habe sich sehr viel Mühe gemacht mit der Auswahl der Flächen um die Bürger zu schonen, aber „wir, der Rat, haben auch städtebauliche Verträge geschlossen, die eine Verpflichtung der Gemeinde zur Planung beinhalten.“ Dabei ginge es nur um die Planung, nicht um ein Ergebnis. In dem jetzigen Zustand des Planungsstopps könne man die Bedenken der Bürger nicht berücksichtigen, da man nicht in einem Verfahren sei.

Serkenroder fordern Gutachten durch die Gemeinde

Anschließend wurde bei der Fragestunde für Einwohner mit den rund 100 anwesenden Bürgern über die Erstellung von Gutachten zur Windenergie diskutiert. Der Rat hatte aus Kostengründen beschlossen, diese Gutachten von den Betreibern erstellen zu lassen. Diese würden dann von den jeweiligen Fachbehörden geprüft. Das sehen die Serkenroder anders. Sie fordern ein Gutachten auf Kosten der Gemeinde um die Objektivität zu erhalten. „Das ist doch ganz klar, dass die Gutachten der Betreiber auch für sie sprechen“, so ihre Befürchtungen.

Es ist noch nichts entschieden!

28.05.2018

Wir haben jetzt von mehreren Seiten gehört, dass doch viele Einwohner davon ausgehen, dass es beschlossene Sache wäre, dass die Windkraftanlagen im Frettertal gebaut würden.

DEM IST NICHT SO.

Bisher ist noch nichts entschieden. ALLES ist offen.

Grundsätzlich scheint in den letzte Wochen verstärktes Interesse bei den betroffenen Einwohnern entstanden zu sein, mehr Informationen über den aktuellen Stand zu bekommen.

Auf dieser Internetseite gibt es einiges an Informationen. Allgemeine Infos und speziell natürlich für das Frettertal.

Hier stehen auch Kontaktdaten für all die, die die IG Gegenwind Frettertal in irgendeiner Form unterstützen möchten. Aktiv oder Finanziell.

Jeder, aber wirklich jeder, der ein Interesse daran hat, diese riesigen Windmühlen aus dem Frettertal fernzuhalten, ist herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit der IG Gegenwind Frettertal zu engagieren.

Nicht die EINE oder die ANDERE Seite

27.05.2018

Und um das nochmal ganz klar zu machen:

Es wird nicht „die eine oder die andere Seite“ werden.
Es sollen beide Seiten von unserer Tallage mit Windindustrieanlagen zugebaut werden. Wir sollen von diesen 240 m hohen monströsen Windmaschinen umzingelt werden!

Wehrt euch mit uns! Schließt euch uns an!
Es kann doch nicht sein, dass ein ganzes Tal mit seinen Dörfern für den Profit einiger Personen ein komplett neues und ungewolltes Lebensumfeld erhalten soll.

Windkraftfirmen präsentieren ihre Vorhaben mit Visualisierung

Auf der Infoveranstaltung von SL Windenergie und Ostwind (Planungen für Windindustrieparks im Bereich „Richtung NATO“, etc) in der Schützenhalle Serkenrode am Donnerstag, 17.05.18 wurden deren Pläne vorgestellt.

Anschließend konnte auf der Internetseite der Firma Stawag, die die Planungen mit dem Bau des Windindustrieparks im Waldgebiet „Richtung Weuspert“ etc. vorantreibt, deren Vorstellungen, wie es mal bei uns aussehen soll, angesehen werden.

Hier der Link zur Stawag Website:

https://www.stawag-energie.de/projekte/projekt-windpark-frettertal/

Und hier der direkte Link zu den Visualisierungen:

https://www.stawag-energie.de/fileadmin/energie/content/Dokumente/WP_Frettertal/20180214_STAWAG_Finnentrop-Frettertal_Visualisierungen.pdf

 

 

Anmerkung:
Bitte nehmt euch mal die Zeit, die Visualisierungen anzusehen und durchaus auch kritisch zu betrachten. Da wird z.B. vom Parkplatz Birkenhahn auf einer Fotomontage durch Laubgehölz im Vordergrund fotografiert, sodass der Blick auf die riesige geplante Anlage dahinter verborgen bleibt. Jeder, der schonmal auf dem Parkplatz Birkenhahn gewesen ist, kann erahnen, wie gewaltig diese Anlage tatsächlich zu sehen ist, wenn man nur ein paar Schritte weiter links stehen würde.